Geschlechtertanz Augsburg- Handelswege im Goldenen Zeitalter

Am und im größten Globus der Welt

Foto: R. Vogt

 

Augenschmankerl am größten Globus der Welt in Königsbrunn

 

 

Tanz und Gewand aus dem 16. Jahrhundert beim Internationalen Museumstag 2018

 

 

In Kooperation mit dem Kulturbüro und dem Kulturwissenschaftler Dr. Dr. Wolfgang Knabe ließ das knapp 30köpfige Ensemble des Augsburger Geschlechtertanz e.V. das Goldene Zeitalter lebendig werden.


Passend zum Thema des Mercateums „Fernhandelsbeziehungen“ waren es diesmal vor allem italienische Choreografien, die der Augsburger Geschlechtertanz eindrucksvoll darbot. Für die Zuschauer sind es insbesondere aber auch die Gewänder, die sie zum Staunen bringen. Denn diese wurden aus den wertvollsten Stoffen aus aller Welt geschneidert und sind Zeugnis eines lebhaften Austausches von wirtschaftlichen und kulturellen Gütern, der die Entdeckungen der Neuen Welt bis nach Bayrisch-Schwaben brachte.

 

Text: Kirsten Bokelmann

Bilder: R. Klinger

Der Augsburger Geschlechtertanz vor dem größten Globus der Welt
Dr. Dr. Knabe (links) mit Mitgliedern des Ausgsbuger Geschlechtertanzes vor dem Mercateum

Gewürze aus aller Welt

 

 

Ein Vortrag von Stefan Buß

 

Über Königsbrunn tobte ein Gewitter.

Die Hagelkörner trommelten auf die Plane des Mercateums.

 

Die Holzkonstruktion des Doms über uns verbog sich und ächzte unter der Windlast.

 

Es entstand eine Katastrophen-Stimmung, wie auf einem alten Segelschiff im brausenden Orkan.

 

 

Ich lugte durch eine Öffnung im der Plane und überlegte, ob die Hagelkörner groß genug wären, um mein neues Auto einzudullen.

 

Wir rückten näher zusammen um Stefan besser zu verstehen.

Alle Zuhörer waren im Bann der Erzählungen über die Geschichte der Gewürze und kosteten neugierig an den Gewürzproben.

 

 

Das Gewitter war vorbei, kurz vor dem Ende seines Vortrags. Dennoch forderten die Zuhörer bei lautem Applaus eine Zugabe.

 

Jeder der Anwesenden wird sich an diesen Vortrag mit seiner dramatischen Kulisse erinnern.

 

Text und Bilder: Petra Dürr-Fischer